Checkliste: 6 Schritte, damit dein Hund fit in den Frühling startet
Den Winter haben wir fast geschafft! Die letzten kalten Tage mit Matsch, Streusalz und Kälte liegen bald hinter uns. Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne wird es Zeit, deinen Hund fit und gesund in den Frühling zu begleiten. Mit unserer Februar-Checkliste vermeidest du typische Hundeprobleme im Winter und bereitest deinen Vierbeiner körperlich und mental auf die wärmeren Tage vor.
Inhaltsverzeichnis:
- Pfoten vor Streusalz schützen
- Der Fellwechsel beginnt
- Wieder mehr Bewegung
- Kampf dem Winterspeck
- Der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen
- Der Tierarzt-Check im Frühjahr
1. Pfoten vor Streusalz schützen
Jetzt, wo der letzte Schnee wegtaut, sind die Straßen und Fußwege voller Salzwasser vom Streusalz. Das, zusammen mit der Kälte und Split, macht die Hundepfoten trocken und rissig. Diese kleinen Risse brennen, wenn Salzwasser eintritt und können das Laufen sehr unangenehm machen. Viele Hunde neigen dazu, sich jetzt vermehrt an den Pfoten zu lecken oder zu knabbern. Dadurch können kleine Verletzungen schlimmer werden. Pfotenschutz ist deshalb ganz oben auf der Liste vor und nach jedem Spaziergang.
So pflegst du die Pfoten deiner Fellnase im Winter:
- Vor dem Spaziergang Pfotenschutz-Balsam, Vaseline oder Wachs auftragen: So hilfst du rissigen Pfoten und sorgst für eine Schutzschicht beim Spazierengehen.
- Nach dem Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen: So vermeidest du Salzreste, Split und andere Fremdkörper, die zu Verletzungen führen können.
- Kürze die Haare zwischen den Ballen: So können sich dort keine Schneeklumpen bilden, die beim Laufen schmerzen und zu weniger Grip führen können.
- Risse, rote Stellen und Schwellungen solltest du regelmäßig kontrollieren und behandeln.
- Bei Bedarf sind Pfotenschuhe eine gute Idee.
2. Der Fellwechsel beginnt
Viele Hunde beginnen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen mit dem Fellwechsel. Wann der Fellwechsel einsetzt, hat nichts mit der Temperatur zu tun, sondern es wird von der Tageslänge gesteuert. Jetzt werden die Tage wieder länger, was dem Hundekörper signalisiert: Fell abwerfen!
Das ist eine Zeit, in der der Stoffwechsel deines Vierbeiners auch Hochtouren arbeiten muss. Alte Haare werden abgestoßen und das Sommerfell wird nachproduziert. Damit deine Wohnung nicht in einem Meer aus Hundehaaren versinkt, solltest du deine Fellnase nun häufiger bürsten. Das regt die Talgproduktion der Haut an und hilft, den alten Winterpelz schneller loszuwerden.
So unterstützt du deinen Hund im Fellwechsel:
- Alle zwei Tage mit einer passenden Bürste durchkämmen. Es gibt für die unterschiedlichen Fellarten (Langhaar, Stockhaar, viel oder wenig Unterwolle) die passenden Bürsten. Schau, welche bei deinem Hund am besten funktioniert.
- Futterzusätze für den Fellwechsel: Omega-3 und Omega-6-Öle, wie Lachsöl oder Leinöl, unterstützen die Haut- und Fellgesundheit, auch Bierhefe kann deinem Hund jetzt eine extra Portion wichtige Nährstoffe liefern.
- Regelmäßige Kontrolle der Haut: siehst du trockene Stellen, Schuppen oder bemerkst Juckreiz, dann schau genauer hin. Das könnte ein Zeichen für Allergien sein, die jetzt vermehrt auftreten (z.B. durch Pollenflug).
- Nicht zu oft baden: Nutze nur feuchtigkeitsspendende Shampoos, die speziell für Hunde entwickelt wurden und natürliche Pflegeöle.
3. Wieder mehr Bewegung
Nach einem eher gemütlichen Winter mit kürzeren Gassirunden kannst du die Spaziergänge nun nach und nach ausdehnen. Übertreibe es am Anfang noch nicht, auch wenn die Sonne zu ausgedehnten Runden einlädt. Dein Vierbeiner muss nach der langen Winterpause erst langsam wieder Kondition aufbauen.
Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich auch, die Krallen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu kürzen. Zu lange Krallen führen zu Fehlbelastung und können langfristig echte Schäden an Muskulatur und Gelenken hervorrufen. Gerade ältere Hunde haben jetzt noch Probleme mit den Gelenken. Hier zu haben wir in diesem Artikel die besten Tipps für dich gesammelt.
Wenn dein Vierbeiner im Winter einen Mantel hatte, kannst du nun langsam probieren, ob es auch wieder ohne geht. Bei gesunden, erwachsenen Hunden ist das meist nicht nötig, aber alte, kranke oder Vierbeiner mit wenig Unterwolle frieren unterwegs schnell. Wenn dein Hund merklich zittert oder sich "klein macht", braucht er seinen Mantel noch eine Weile.
4. Kampf dem Winterspeck
Die meisten Hunde haben im Winter einen erhöhten Kalorienbedarf, um ihre Körpertemperatur besser regulieren zu können. Bei mehr Futter besteht natürlich auch die Gefahr, dass er ein bisschen Hüftspeck ansetzt. Die Kalorien kannst du nun langsam reduzieren und bei Bedarf durch Vitalstoffe ersetzen, die den Organismus, das Immunsystem und die Gelenke unterstützen.
Hat dein Hund zu viel Winterspeck, kannst du ihn auf eine kleine Diät setzen. Du kannst ihn entweder auf kalorienarmes Diätfutter umstellen oder die Portionen auf ca. 80% reduzieren. Es ist wichtig, dass dein Vierbeiner nicht zu schnell abnimmt. Wenn er 1-2% seines Körpergewichtes pro Woche verliert, ist das völlig ausreichend. Bei einem Hund mit 20 kg Körpergewicht sind das zwischen 200 und 400g pro Woche. Mehr Gewichtsverlust wäre ungesund.
Nicht jeder hat eine Hundewaage zu Hause, aber auch mit einem Blick auf deinen Vierbeiner kannst du kontrollieren, ob er sein Idealgewicht hat oder etwas zu- oder abnehmen sollte. Die Rippen sollten sich leicht ertasten lassen, also nicht deutlich sichtbar sein, aber auch nicht von einer Fettschicht verborgen. Wenn du von oben auf deinen Hund schaust, solltest du eine Taille erkennen und wenn du ihn seitlich anschaust, sollte die Bauchlinie leicht nach oben gehen.
5. Der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen
Sorge auf euren Spaziergängen für mehr Abwechslung und fördere deinen Hund nicht nur körperlich, sondern auch mental. Suchspiele, Nasenarbeit und neue Gassirunden sorgen für spannende Spaziergänge und regen die grauen Zellen deines Hundes an. Gemeinsame Erlebnisse fördern außerdem die Bindung zwischen Zwei- und Vierbeiner.
Übrigens werden jetzt auch viele Hündinnen läufig. Die Hormone fahren jetzt wieder hoch und sorgen bei unkastrierten Hündinnen und Rüden für ein Hormonchaos, das jede Menge Geduld und Verständnis erfordert. Läufige Hündinnen und liebestolle Rüden solltest du jetzt am besten an der Leine lassen. Vermeide stark frequentierte Gassirouten und Hundewiesen, um Unfälle zu vermeiden und nicht plötzlich mit ungewolltem Nachwuchs dazustehen.
6. Der Tierarzt-Check im Frühjahr
Besonders bei älteren Hunden lohnt sich ein Besuch beim Tierarzt. Lass ein Blutbild erstellen, damit du gemeinsam mit dem Arzt sehen kannst, an welchen Stellen dein Hund Unterstützung benötigt. Gerade Hundesenioren bauen im Winter körperlich und geistig ab. Jetzt ist die richtige Zeit, ihn frühlingsfit zu machen.
Zeckenschutz wird jetzt wieder ein großes Thema, denn ab März/April startet die Saison. Auch andere Parasiten, wie Flöhe oder Milben, kommen jetzt aus dem Winterschlaf. Vielleicht ist es auch mal wieder Zeit für eine Wurmkur? Besprich mit deinem Tierarzt, welche Präparate am besten für dein vierbeiniges Familienmitglied sind.
Fazit: Die Frühjahrskur für deinen Hund
Nicht nur wir Menschen brauchen nach einem langen Winter eine Extraportion Sonne und Nährstoffe. Auch unseren vierbeinigen Familienmitgliedern tut es gut, nun langsam wieder in die Gänge zu kommen. Wir wünschen dir und deiner Fellnase einen wundervollen Start in den Frühling.