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Ist getreidefreies Hundefutter sinnvoll?

Hund leckt sich über die Nase Gesunde und artgerechte Hundeernährung kommt ohne Getreide aus.

Getreide im Futter gilt für viele Hundehalter als billiges Füllmaterial, das dem Hund keinerlei Vorteile bringt. Häufig ist Getreide ein Auslöser von Allergien und Futterunverträglichkeiten. Immer wieder hört man deshalb, dass getreidefreies Hundefutter die sinnvollere Wahl ist. Ist Getreide im Futter schädlich für Hunde und wie kann ich meine Fellnase gesund und artgerecht ernähren? Das erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Artgerechte Hundeernährung

  2. Warum ist Getreide in vielen Hundefuttersorten enthalten?

  3. Getreidefreies Hundefutter für Allergiker

    1. Getreide ist nicht gleich Getreide

  4. Ist Hundefutter ohne Getreide besser?

  5. Fazit: Getreidefreies Hundefutter für ein langes und glückliches Leben

Artgerechte Hundeernährung

Wenn wir unsere vierbeinigen Freunde artgerecht und gesund ernähren möchten, müssen wir uns ihre Vorfahren, die Wölfe, anschauen. Dann stellen wir schnell fest, dass auf dem Speiseplan von Wölfen nur wenige pflanzliche Zutaten zu finden sind. Der Hauptteil der Nahrung besteht aus Fleisch, Innereien und Fetten, also tierischen Proteinen. Natürlich nehmen auch Wölfe pflanzliche Bestandteile zu sich, diese sind jedoch meist im Mageninhalt der Beutetiere zu finden und machen nur einen geringen Prozentsatz der Mahlzeiten aus.

Dementsprechend wichtig ist die Versorgung mit tierischen Proteinen auch für unsere domestizierten Fellnasen. Hunde sind zwar in der Lage pflanzliche Proteine und stärkehaltige Nahrung, z.B. aus Getreide, zu verdauen, allerdings verwerten sie diese nicht so gut wie tierische Proteine. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Fleischanteil im Hundefutter möglichst hoch ist. Der Hund ist ein Karnivor, das bedeutet, dass sein Magen-Darm-Trakt nicht auf die Verwertung von pflanzlicher Nahrung ausgelegt ist.

Sicherlich kann man argumentieren, dass sich der Verdauungsapparat unserer Vierbeiner im Laufe der Evolution an die Essgewohnheiten der Menschen angepasst hat. Dennoch ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Hunde tierische Proteine besser verwerten können, als pflanzliche Eiweiße. Daher ist ein Hundefutter mit hohem Fleischanteil und ohne Zusatzstoffe in der Regel besser verdaulich für unsere Fellnasen.

Hund frisst rohes Ei Tierische Proteine sind für Hunde besser verwertbar als pflanzliche.

Warum ist Getreide in vielen Hundefuttersorten enthalten?

Generell sollten Sie bei der Wahl des Hundefutters nicht nur auf die werbewirksamen Versprechen der Vorderseite der Packung achten, sondern sich auch die Inhaltsstoffe genau anschauen. Dann werden Sie feststellen, dass tatsächlich in den meisten herkömmlichen Futtersorten Getreide enthalten ist. Oft macht es sogar den Großteil der Zusammensetzung aus, wenn es z.B. als erster Inhaltsstoff in der Deklaration genannt wird.

Für die Hersteller macht es eindeutig Sinn, denn Getreide ist günstiger als Fleisch und somit in der Produktion billiger. Durch eine kostensparende Zusammensetzung der Inhaltsstoffe werden die Gewinne maximiert. Getreide hat nicht zu Unrecht den Ruf ein billiger Füllstoff zu sein. Für Hunde ist es oft nicht viel mehr als ein Sattmacher, der häufig zu Blähungen, Verdauungsproblemen und im schlimmsten Fall zu Allergien oder Futterunverträglichkeiten führen kann.

Besonders in Diät-Futtersorten finden sich häufig Getreidesorten, wie Hafer- und Weizenkleie. Dies liefert besonders viele Ballaststoffe, so dass sich beim Hund schneller ein Sättigungsgefühl einstellt und bei der Gewichtsreduzierung helfen kann. Auch die verdauungsfördernde Wirkung der Ballaststoffe sorgt dafür, dass Hunde mit Übergewicht schneller abnehmen.

Getreidefreies Hundefutter für Allergiker

Große Anteile von Getreide im Hundefutter sind häufig Auslöser von Allergien und Unverträglichkeiten. Auch wenn Ihr Vierbeiner zunächst keine Probleme mit getreidehaltigem Futter zeigt, kann es auf Dauer zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen. Auch für Welpen und Junghunde kann sich deshalb eine getreidefreie Ernährung lohnen.

Allergien und Unverträglichkeiten können sich wie folgt äußern:

  • Juckreiz und Haarausfall

  • benagen bestimmter Körperteile

  • Entzündungen der Haut und Hot Spots

  • Blähungen, Durchfall und Erbrechen

  • Entzündungen der Darmschleimhaut

  • Störung der Darmflora

  • Absetzen ungewöhnlich großer Kotmengen

Einige Hunderassen, wie z.B. der Irish Setter, können allergisch auf Gluten reagieren, das u.a. in Weizen und Dinkel in großen Mengen enthalten ist. Dabei handelt es sich um ein Klebereiweiß, auf das nicht nur wir Menschen manchmal empfindlich reagieren. Auch ernährungssensible Hunde können durch Gluten gesundheitliche Probleme wie Verdauungsbeschwerden bekommen.

Neben Getreide können aber auch andere Proteine, wie Soja oder bestimmte Fleischsorten, Allergien auslösen. Auch eventuelle Farb- und Konservierungsstoffe sind für manche Hunde nicht verträglich.

Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihr Vierbeiner eine Unverträglichkeit hat, sollten Sie dies am besten beim Tierarzt oder mit einem Ernährungsexperten besprechen. In diesem Fall sollten Sie auf gluten- bzw. getreidefreies Hundefutter umstellen. Auch eine Ausschlussdiät ist eine gute Idee, wenn Ihr Vierbeiner Symptome von Allergien zeigt. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und dem allgemeinen Wohlbefinden Ihres Hundes.

Hund frisst Fleisch Als Nachfahren des Wolfes sind Hunde Fleischfresser.

Getreide ist nicht gleich Getreide

Wenn Sie Getreide in der Deklaration des Futters entdecken, handelt es sich dabei meist um Abfallprodukte aus der Lebensmittelproduktion. Verwendet werden meist Mais, Weizen, Reis, Hafer oder Hirse. Diese Sorten sind oft der Grund für Unverträglichkeiten.

In herkömmlichem Hundefutter wird preisgünstiges Getreidemehl verarbeitet, das auch in der Produktion von Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr verwendet wird. Zu den häufigsten Getreidesorten zählen Weizen, Reis oder Mais und diese sind der Grund für Unverträglichkeiten und Allergien. Meist handelt es sich bei dem verwendeten Getreide um sogenanntes Getreidemehl. Dieses wird aus dem inneren Kern der Getreidekörner gewonnen, der nährstoffarm ist. Besser ist die Verwendung von Vollkorn, da die Hüllen der Getreidekörner sehr viele Nährstoffe enthalten.

Wenn Sie Ihrem Hund dennoch Futter mit Getreide füttern möchten, achten Sie darauf, dass es sich um leicht verdauliche Sorten, wie Mais oder Reis handelt. Diese sind glutenfrei, und beeinträchtigen daher die Verdauung nicht so stark wie glutenhaltige Getreidesorten. Dennoch sollten Sie ein Futter wählen, bei dem der Fleischanteil hoch ist. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihr Vierbeiner mit genügend tierischen Proteinen versorgt wird und mit allen Nährstoffen versorgt wird, die er für ein gesundes Leben benötigt.

Einen positiven und wichtigen Effekt hat Getreide jedoch. Es versorgt Ihren Hund mit wichtigen Ballaststoffen, die für eine gute Verdauung unerlässlich sind. Sie versorgen die Darmbakterien mit Nährstoffen, so dass die Darmflora ausgeglichen ist und gut arbeiten kann. Ballaststoffe müssen aber nicht unbedingt in Form von Getreide kommen. Auch Kartoffeln, Brokkoli und andere Obst- und Gemüsesorten oder Nüsse sind gute Quellen, die auch noch wichtige Vitamine und Spurenelemente liefern.

Ist Hundefutter ohne Getreide besser?

Generell sind Hunde durchaus in der Lage Getreide zu verdauen, auch wenn es keine optimale Eiweißquelle für sie ist. Wenn Sie Ihren Vierbeiner gesund und artgerecht ernähren möchten, sollten Sie auf ein Hundefutter mit einem hohem Fleischanteil von mindestens 70% setzen. Die restlichen 30 % sollten aus Gemüse, Obst und Futterzusätzen bestehen, die Ihre Fellnase mit weiteren wichtigen Nährstoffen versorgen.

Bei der Wahl des richtigen Hundefutters sollten Sie grundsätzlich auf die Deklaration der Inhaltsstoffe schauen. Steht hier Getreide an erster Stelle, oder hat es einen hohen Anteil im Futter, gibt es sicherlich bessere Alternativen. Ein getreidefreies Hundefutter kommt einer artgerechten Ernährung jedoch näher und sollte daher die erste Wahl sein.

Übrigens enthalten auch viele Hundeleckerlis Getreide und Zusatzstoffe. Schauen Sie mal auf die Deklaration. Wenn Sie Ihren Vierbeiner auch mit Snacks und Leckerlis gesund verwöhnen möchten, achten Sie auch hier auf naturbelassene Belohnungshappen mit viel Fleisch, wie z.B. von Snackies.

Fazit: Getreidefreies Hundefutter für ein langes und glückliches Leben

Bei ernährungssensiblen Hunden, und wenn Ihr Vierbeiner Unverträglichkeiten oder eine Allergie hat, bietet sich eine getreidefreie Ernährung an. Generell sollten Sie sich jedoch an den natürlichen Bedürfnissen Ihres Vierbeiners orientieren und ihn mit tierischen Proteinen füttern. Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist der Grundstein für ein langes und glückliches Hundeleben. Gönnen Sie Ihrer Fellnase nur das Beste.


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