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Parasiten beim Hund im Herbst - Darauf sollten Sie achten

Die meisten Parasiten beim Hund haben das ganze Jahr über Saison. Doch jetzt im Herbst ist der Parasitenbefall häufig stärker, denn die Temperaturen werden kälter. Bisse von Blutsaugern können sehr unangenehm sein und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Die häufigsten Parasiten, die Sie bei Spaziergängen mit Ihrem Hund kennen sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Zecken beim Hund

    1. Zecken beim Hund erkennen

    2. Zecken beim Hund bekämpfen

  2. Herbstgrasmilben beim Hund

    1. Befall mit Herbstgrasmilben erkennen

    2. So beseitigen Sie Herbstgrasmilben bei Ihrem Hund

  3. Hirschlausfliegen - Die "fliegende" Zecke

    1. Biss einer Hirschlausfliege erkennen

    2. Hirschlausfliegen bei Hunden vermeiden und entfernen

    3. Hirschlausfliegen-Bisse behandeln

  4. Flöhe beim Hund

    1. Flohbefall beim Hund erkennen

    2. Flöhe beim Hund bekämpfen

  5. Fazit

Zecken beim Hund

Zecken haben bei milden Temperaturen vom Frühjahr bis in den Spätherbst immer Saison. Dennoch scheint es fast so, als wäre der Zeckenbefall im Herbst noch mal ein wenig stärker. Fast so als würden die Blutsauger sich vor dem Winter noch mal ordentlich vollsaugen wollen. Sie sitzen im hohen Gras oder an Sträuchern und warten dort auf einen Wirt. Kommt Ihr Hund daran vorbei, lassen sie sich einfach vom Fell abstreichen und krabbeln zu einer günstigen Stelle, wo sie sich festbeißen können. Dort saugen sie dann mehrere Tage lang das Blut, bevor sie abfallen.

Zecken beim Hund erkennen

Die kleinen rotbraunen bis schwarzen Parasiten zu erkennen ist in der Regel nicht schwer. Nur das Finden kann sich schwierig gestalten, wenn Ihr Vierbeiner sehr langes oder dichtes Fell hat. Häufig sitzen sie in der Halsregion oder an den Innenseiten der Schenkel, aber auch alle anderen Stellen am Hund sind möglich. Deshalb sollten Sie Ihren Vierbeiner und auch sich selbst nach jedem Spaziergang gründlich absuchen und Zecken möglichst sofort entfernen.

Hat die Zecke bereits zugebissen, können Sie diese mit den Fingern oder einer Zeckenzange entfernen. Auch wenn der Biss an sich nicht gefährlich ist, können trotzdem gefährliche Bakterien, z.B. FSME oder Borreliose übertragen werden.

Zecken beim Hund bekämpfen

Es gibt zahlreiche Präparate auf dem Markt, die Zecken abwehren oder töten sollen. Am bekanntesten sind sicherlich die sogenannten Spot Ons oder Kautabletten, die Sie beim Tierarzt bekommen. Diese wirken durch ein Nervengift, das in den Organismus des Hundes gelangt und die Zecke tötet, nachdem sie zugebissen hat. In der Regel sind die Stoffe so niedrig dosiert, dass sie Ihrem Vierbeiner nichts anhaben kann, aber nicht jeder Hund verträgt diese Mittel gut. Deshalb sollten Sie hier darauf achten, ob Ihr Vierbeiner allergische Reaktionen oder andere Nebenwirkungen nach der Gabe solcher Mittel zeigt.

Alternativ gibt es auch verschiedene natürliche Möglichkeiten, Zecken abzuwehren. Hier ist es jedoch so, dass jeder Hund anders ist und nicht alle Mittel gleich gut wirken. Ein hundertprozentiger Schutz besteht auch hier nicht. Wenn Sie es jedoch mit natürlichen Mittel probieren möchten, empfehlen wir Ihnen:

Zecke sitzt auf einem Grashalm Zecken sitzen im hohen Gras und warten dort auf einen Wirt.
  • Kokosöl (über Futter/Leckerlis oder äußerlich durch Auftragen auf das Fell)

  • Schwarzkümmelöl (bitte auf die richtige Dosierung achten)

  • Anti-Zecken-Hundemarken, Flohhalsbänder

  • EM-Kettchen oder Bernstein

  • Spot On Präparate und Insektensprays auf natürlicher Pflanzenbasis

Herbstgrasmilben beim Hund

Herbstgrasmilben sind echte Plagegeister und im Herbst besonders aktiv. Ein Befall beim Hund kann eine Quälerei werden und es ist nicht einfach, die kleinen Blutsauger zu bekämpfen. Genau gesagt handelt es sich dabei um die Larven, die sogar Katzen, Mäuse und uns Menschen befallen können. Sie setzen sich an geschützten Stellen ab, meist zwischen den Zehen, um die Augen, auf der Nase oder den Innenschenkeln. Dort lösen sie mit Hilfe Ihrer Mundwerkzeuge und Speichel die obersten Hautschichten ab und fressen sie.

Befall mit Herbstgrasmilben erkennen

Erste Anzeichen für Herbstgrasmilben sind, dass Ihr Vierbeiner sich an den Pfoten leckt oder sogar daran herum knabbert. Bei genauem Hinsehen erkennen Sie kleine rötliche Punkte, die vereinzelt oder in Kolonien auftreten können. Bei sehr starkem Befall kann Ihr Tier sich die Pfoten sogar bis auf die Knochen aufbeißen oder sich fast zu Tode kratzen. Einige Vierbeiner verweigern aufgrund des ständigen Juckreizes Futter oder Wasser. Auch Krämpfe aufgrund von Stress oder eine Lahmheit können auftreten.

So beseitigen Sie Herbstgrasmilben bei Ihrem Hund

Am besten ist es, wenn Sie die Lieblingsplätze der Herbstgrasmilben vermeiden. Sie sitzen gern im Gras und warten dort auf einen Wirt. Wenn Sie direkt im Anschluss an die Gassirunde die Beine und Pfoten Ihres Hundes mit Wasser und einer milden Seife waschen, können Sie die Blutsauger in der Regel ganz einfach abwaschen. Manche Hundehalter ziehen ihrer Fellnase im Herbst Hundeschuhe an.

Es gibt im Handel Mittel, welche die Plagegeister abhalten sollen. Diese haben sich in der Praxis jedoch nicht als zufriedenstellend erwiesen. Regelmäßige Kontrollen nach den Spaziergängen sind meist dennoch nötig. Bei einem sehr starken Befall sollten Sie mit Ihrem Hund zum Tierarzt gehen.

Ausgewachsene Herbstgrasmilbe krabbelt über den Boden Die Larven der Herbstgrasmilben befallen oft die Pfoten und Beine von Hunden.

Hirschlausfliegen - die "fliegende Zecke"

Hirschlausfliegen treten vermehrt im Spätsommer und frühen Herbst, also in der Zeit von August bis Oktober, auf. Sie leben in bewaldeten Gebieten und befallen dort, wie der Name schon sagt, hauptsächlich Rotwild. Doch auch Hunde, Katzen, Pferde und Menschen sind nicht sicher vor diesem Plagegeist. Hirschlausfliegen sind sehr klein und bewegen sich aber relativ schnell, wenn sie auf einem Wirt gelandet sind. Wie Zecken auch, beißen sich Hirschlausfliegen fest, um Blut zu saugen.

Biss einer Hirschlausfliege erkennen

Wenn Sie beim Spaziergang achtsam sind, werden Sie die kleinen Plagegeister vielleicht schon entdecken, wenn diese gerade auf Ihrem Hund gelandet ist. Sie können diese dann einfach abstreichen, jedoch sind die kleinen Biester sehr hartnäckig und verfolgen ihre Opfer. Sind sie gelandet, werfen sie ihre Flügel ab und krabbeln blitzschnell zu einer geeigneten Bissstelle. Dort beißen sie sich fest und saugen bis zu 20 Minuten. Es kann auch sein, dass sie während dieser Zeit mehrfach die Stelle wechseln.

Beim Menschen setzt sich die Hirschlausfliege gern in den Nackenbereich und wir merken es in der Regel nicht. Bei Hunden sind besonders die Bauch- und Rutenregion, sowie die Innenseiten der Schenkel betroffen. Die meisten Vierbeiner werden sehr nervös und drehen sich blitzschnell um, um die Bissstelle zu beißen und zu lecken. Besonders betroffen sind langhaarige Menschen und Hunde.

Hirschlausfliegen bei Hunden vermeiden und entfernen

Halten Sie sich am besten in der Zeit zwischen August und Oktober nicht in Eichen-, Kiefern- oder Mischwäldern auf. Sollten Sie dennoch eine Hirschlausfliege sehen, bewahren Sie die Ruhe. Auch wenn Sie diese wahrscheinlich nicht erwischen, lässt sie sich doch recht einfach entfernen, wenn sie erst einmal zugebissen hat. Das sollte dann jedoch so schnell wie möglich geschehen, damit sich die Stelle nicht entzündet.

Untersuchen Sie Ihren Hund nach dem Spaziergang und kämmen Sie ihn mit einem Flohkamm gründlich durch. Auch abduschen oder baden kann helfen, den Blutsauger zu entfernen.

Hirschlausfliegen-Bisse behandeln

Der Biss an sich ist nicht gefährlich, jedoch kann er sehr unangenehm und schmerzhaft werden. In der Regel erinnert die Bissstelle an einen Bluterguss und kann einige Tage lang jucken, weil das Gift nur sehr langsam abgebaut wird. Außerdem kann das Bakterium "Bartonella schoenbuchsensis" übertragen werden, das für Ausschlag und schlimme Hauterkrankungen, z.B. Pusteln oder eiternde Stelle sorgen kann. Oft begleitet von Fieber und allgemeinem Unwohlsein. Wenn Sie diese Symptome bei sich oder Ihrem Vierbeiner feststellen, sollten Sie einen Arzt bzw. Tierarzt aufsuchen.

Wird der Biss der Hirschlausfliege nicht behandelt und der Blutsauger nicht entfernt, kann er sich bis zu 13 Monate auf dem Wirt einnisten. Die Weibchen legen dort ihre Eier ab, die jedoch später abfallen und sich auf dem Boden verpuppen. In der Regel reicht es aus, die Bissstelle zu kühlen, um den Juckreiz zu lindern. Sollten Sie jedoch schmerzhaft juckende Stellen oder sogar Entzündungen feststellen, ist ein Gang zum Tierarzt nötig.

Flöhe beim Hund

Auch Flöhe werden vor dem Winter noch einmal so richtig aktiv und suchen sich einen warmen Platz zum Überwintern. Schnell sind die kleinen Blutsauger von einem Artgenossen oder aus der freien Natur auf Ihren Vierbeiner übergesprungen. So schnell wie sie eingefangen sind, wird man sie leider nicht mehr los. Flohbefall beim Hund bedeutet oft einen gründlichen Hausputz, manchmal sogar mehrfach.

Flohbefall beim Hund erkennen

Ein erstes Anzeichen für Flöhe beim Hund kann sein, dass Ihr Vierbeiner sich häufig kratzt oder bestimmte Stellen benagt. Schauen Sie genauer nach, erkennen Sie womöglich kleine, rötliche Bissstellen oder sehen sogar einen Floh durchs Fell klettern. Häufig betroffen sind die Innenschenkel und die Bauchregion. Nutzen Sie einen Flohkamm und kämmen Sie Ihren Vierbeiner gründlich durch. Wenn Sie dabei kleine schwarze Krümel finden, könnte es sich um Flohkot handeln. Nehmen Sie ein angefeuchtetes Taschentuch und zerreiben Sie darauf die Krümel. Färben sie sich rot, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Fellnase sich Flöhe eingefangen hat.

Haben Sie Flöhe auf Ihrem Hund entdeckt, sollten Sie schnell handeln. Die kleinen springenden Blutsauger vermehren sich rasant und können schnell zu einer echten Plage werden.

Flöhe beim Hund bekämpfen

Leider ist es nicht so einfach, einen Flohbefall beim Hund erfolgreich zu bekämpfen. Zunächst sollten Sie Ihren Vierbeiner gründlich mit Flohshampoo waschen oder mit einem speziellen Flohpuder die Haut bestäuben. Je nach Mittel muss dieser Vorgang im Abstand von einigen Tagen wiederholt werden.

Schwieriger wird es, die Flöhe und Larven in der Umgebung zu beseitigen. Wenn Sie den Flohbefall bei Ihrem Hund erkennen, ist es nämlich meistens schon zu spät. Nur ca. 5% der Flöhe sitzen auf dem Hund selbst. Die restlichen 95% sind in Ihrem Haushalt verteilt. Deshalb steht nun ein sehr gründlicher Hausputz an:

Hund hat Flöhe und kratzt sich Wenn Ihr Hund sich häufig kratzt oder Stellen benagt, kann das ein Zeichen für Flöhe sein.
  • Waschen Sie alle Textilien bei 60°C, besonders Hundebetten, Decken und andere Gegenstände, mit denen Ihr Hund in Berührung kommt.

  • Saugen Sie Ihre Wohnung gründlich und benutzen Sie dann ein Raumspray gegen Flöhe.

  • Vergessen Sie nicht das Halsband und die Leine, sowie Autopolster

Je gründlicher Sie beim Hausputz vorgehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie alle Flöhe in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien erfolgreich bekämpfen können.

Fazit

Halten Sie besonders jetzt im Herbst ein Auge auf Ihren Vierbeiner und kontrollieren Sie ihn nach jedem Spaziergang gründlich auf Parasiten. Wenn Sie diese erkennen und schnell entfernen, Damit steht ausgedehnten Gassirunden mit anschließenden gemütlichen Kuschelstunden auf dem Sofa nichts mehr im Wege. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem Vierbeiner im goldenen Herbst!


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