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Welche Impfungen braucht mein Hund?

Hund wird vom Tierarzt untersucht Hunde brauchen regelmäßig Impfungen

Vor allem seit der Corona Virus Pandemie sind Impfungen in unserem Leben präsenter denn je. Dabei vergessen wir schnell, dass unsere Vierbeiner im Gegensatz zu uns jährlich geimpft werden. Warum das so wichtig ist, was dabei eigentlich injiziert wird und was man definitiv nicht vergessen sollte, könnt Ihr hier nachlesen.

Welche Rolle spielt der Tierarzt bei Impfungen?

Generell sollte für jeden Hund ein individuelles Impfschema erstellt werden, das je nach Alter, Haltungsart, Reiseplänen und Vorerkrankungen von Deinem Tierarzt/Deiner Tierärztin erarbeitet wird.
Circa zwei Wochen vor der Impfung solltest Du Deine Fellnase entwurmen, denn Würmer schwächen das Immunsystem und könnten somit die Impfung negativ beeinflussen. Aber auch die Entwurmung ist eine Belastung für den Körper, weshalb ausreichend Abstand zur Impfung gehalten werden sollte.
Da die Impfung immer eine Belastung des Immunsystems ist, welches sich mit den injizierten Antigenen der Erreger auseinandersetzen muss, um eine eigene Immunabwehr aufzubauen, ist es besonders wichtig, dass Dein Vierbeiner nicht krank ist.
Deshalb wird Dein Haustierarzt oder Deine Haustierärztin vor jeder Impfung eine Allgemeine Untersuchung durchführen, um den Zustand Deines Hundes einschätzen zu können. Nichtsdestotrotz solltest Du eventuelle Bedenken oder zuhause aufgetretene Symptome vor der Impfung mitteilen.
 

Welche Arten von Impfungen gibt es für den Hund?

Im Allgemeinen gibt es so genannte „CORE-Impfungen“ und „NON-CORE-Impfungen“. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, im Prinzip ist also niemand dazu gezwungen, sein Tier impfen zu lassen. Bei den CORE-Impfungen handelt es sich um empfohlene Impfungen für bestimmte Erreger, gegen die alle Tiere einer Spezies zu jedem Zeitpunkt geschützt sein sollten.

 

Gegen welche Krankheiten sollte ich meinen Hund auf jeden Fall impfen lassen?

  1. Staupe -> Die Staupe ist eine Viruserkrankung welche zu verschiedenen Symptomkomplexen führen kann. Magen-Darm-Probleme, Atemwegserkrankungen, Hautprobleme und Nervenschäden können die Folge sein. Sie ist hochansteckend und endet häufig tödlich, deshalb gilt sie als eine der gefürchtetsten Viruserkrankungen bei Hunden.

  2. Hepatitis contagiosa canis -> auch hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche zu Fieber und Augen- und Nierenentzündungen führt. Letztendlich befällt das Virus die Leber, bis es durch das Versagen dieses Organs zum Tod des Tieres kommt.

  3. Parvovirose -> Auch diese Viruserkrankung endet bei Welpen meistens tödlich. Das Parvovirus befällt vor allem sich schnell teilende Zellen, weshalb der Hauptschaden am Magen-Darm-Trakt und bei sehr jungen Hunden am Herzen entsteht. Erbrechen, Durchfall und Fieber sind die Folge. Besonders junge Hunde sterben häufig an der entstehenden Dehydrierung.

  4. Tollwut -> von dieser Erkrankung hat sicher jeder schon einmal gehört. In Deutschland existiert sie nur noch bei Fledermäusen, vor allem weil wir bei diesem Virus ein hervorragendes Impfregime bei unseren Haustieren führen. Leider kommen durch den momentan boomenden, illegalen Welpen Handel immer mehr ungeimpfte Hunde nach Deutschland. Weshalb es erst vor kurzem einen Tollwutfall in Bremen gab, obwohl Deutschland laut WHO seit 2008 als tollwutfrei gilt. Gerade deshalb ist die Impfung gegen Tollwut momentan relevanter denn je. Das Virus ist auf nahezu alle Tiere, und auch den Menschen, durch einen Biss übertragbar. Es arbeitet sich durch die Nerven, bis in das Gehirn und führt dann durch Atemlähmung in jedem Fall zum Tod.

  5. Leptospirose -> Leptospiren sind Bakterien, welche schwere Organschäden hervorrufen und letztendlich zu Nierenversagen führen. Auch diese Erkrankung ist auf den Menschen übertragbar, besonders relevant aber für unsere Vierbeiner. Sie stecken sich durch das Trinken aus stehenden Gewässern an. Und welcher Hund schlabbert an einem heißen Sommertag nicht gerne einmal aus einer Pfütze, einem Tümpel oder einem Teich, entlang der Gassi Strecke.
     

Diese fünf Impfungen sind für unsere Vierbeiner von besonderer Wichtigkeit und sollten in jedem Fall jährlich aufgefrischt werden. Gegen Tollwut gibt es mittlerweile in den meisten Tierarztpraxen Impfstoffe, die drei Jahre wirken. Deshalb muss gegen diese Viruserkrankung nicht mehr jährlich geimpft werden. Die anderen vier gibt es häufig als Kombinationspräparate, so dass Dein Hund nur einmal gepiekst werden muss, um das ganze Jahr sicher zu sein.

Die bereits erwähnten NON-CORE-Impfungen sind nur unter bestimmten Bedingungen relevant und müssen nur bei entsprechender Notwendigkeit geimpft werden.

 

Welche Impfungen können auch noch relevant sein?

  1. Zwingerhusten/Parainfluenza -> Hierbei handelt es sich um einen Komplex verschiedener Erreger, welcher zu Atembeschwerden, Lungenentzündungen und auch zum Tod führen kann. Das Risiko besteht vor allem beim Kontakt zu anderen Hunden, weshalb „Mehrhundehaushalte“, Tierheime und Auffangstationen häufig von der Erkrankung betroffen sind.

  2. Borreliose -> Die Borrelien sind Bakterien, welche durch Zecken übertragen werden. Die folgende Erkrankung kann harmlos verlaufen oder zu schweren neurologischen Krämpfen und Lähmungen, bis hin zum Tod führen. Wie der Weg der Übertragung bereits verrät, sind hier die Zecken, welche die Erkrankungen auf ihren Wirt übertragen, der Risikofaktor. Tiere ohne Zeckenschutz, oder in Gebieten mit einem ungewöhnlich hohen Aufkommen an Zecken, sind besonders gefährdet.

  3. Babesiose -> Bei den Babesien handelt es sich um Einzeller, welche durch Zecken übertragen werden. Sie führen zu einer aggressiven Infektionskrankheit mit hohem Fieber, welche zur Zerstörung der roten Blutkörperchen, und damit zum Tod des Hundes führen kann. Auch hier spielt der Faktor des Zeckenkontaktes eine wesentliche Rolle in der Risikobewertung.

  4. Leishmaniose -> Auch bei den Leishmanien handelt es sich um Einzeller, welche in diesem Fall durch die Sandmücke übertragen werden. Die Sandmücke hält sich vor allem in wärmeren Gebieten um das Mittelmeer auf, weshalb Reisen in diese Gebiete ein Risiko darstellen. Die Blutparasiten greifen verschiedene Zellen und Organe an und führen meist durch Nierenversagen zum Tod.

     

Hund mit Stethoskop Dein/e Tierarzt/in helfen Dir bei der Auswahl der richtigen Impfungen

Impfungen verhindern einen schlimmen Krankheitsverlauf bei Hunden

Heutzutage haben wir vielfältige Möglichkeiten Erkrankungen vorzubeugen, und durch eine jährliche Injektion schwere Verläufe zu verhindern. Impfungen gehören zu den täglichen Aufgaben einer Tierarztpraxis und die positiven Erfahrungswerte überwiegen maßgeblich die Bedenken bezüglich Nebenwirkungen oder Impfreaktionen.

Am Ende ist es Deine Entscheidung, welchen Schutz Du Deinem Vierbeiner für sein Leben mit auf dem Weg gibst. Du kannst am besten einschätzen, welchen Risiken Dein Hund ausgesetzt ist, und mithilfe dieser Informationen und Deinem Tierarzt/Deiner Tierärztin die richtigen Entscheidungen treffen.

Aus tiermedizinischer Sicht sollte auf die CORE-Impfungen nicht verzichtet werden und auch die NON-CORE-Impfungen sollten unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.


Ich hoffe ich konnte Dir einen kurzen Einblick in die Welt der Impfungen geben, ohne Dich mit Informationen zu überfluten. Für weitere Fragen und die Erstellung eines individuell angepassten Impfschemas für Deinen Liebling, wende Dich bitte an Deinen Tierarzt oder Deine Tierärztin.


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